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Sonntag, 13. Januar 2013

Zwischen Kinderheim und Strand...

Hallo ihr Daheimgebliebenen,

meine erste Dayshift. Ich war bei den kleinen Kids, das hieß heute für mich Windeln wechseln, den Kids beim Anziehen helfen, Frühstück vorbereiten, schauen, dass alle essen, danach haben wir die Taschen der Kinder gepackt und das Haus in Ordnung gebracht, da die Ferien nun rum sind und alle wieder in die regulären Häuser ziehen. Danach war ich draußen mit den Kids spielen, es war sehr heiß heute und die Kinder durften zwischendurch in den Pool (die Kleinen und die Großen), dabei haben wir sie beaufsichtigt. Nach dem Planschen im Pool gab es Essen für die Kinder, danach sahen wir Volontäre gut aus, ohne selbst etwas gegessen zu haben. :-D Im Anschluss durften sie wieder draußen spielen. Das hat den Kids und auch mir Spaß gemacht. ;-)

Gerade die Kleineren suchen so nach Zuwendung, ständig wird man gedrückt und geküsst von den Kids. Mit den Großen komme ich bisher auch gut klar.
Die Kinder nennen uns Volontäre übrigens Aunty und Uncle.

Leider ist nicht immer alles Friede, Freude Eierkuchen. Drogen und Prostitution sind ein Problem bei den großen Mädels, oft hauen sie ab. Und manchmal passieren nicht ganz so schöne Sachen. Gestern zum Beispiel haben 3 der mittleren Jungs aus Spaß ein Huhn zu Tode gequält. Aber hinter den Kids stecken oft sehr tragische Geschichten und hier bekommen sie ein Heim, die Möglichkeit zur Schule zu gehen und verschiedene Therapien, dazu werden viele Aktivitäten geboten. Klar darf man die Standards nicht mit Deutschland vergleichen, aber ihnen geht es gut hier.

Neben der Arbeit haben wir doch auch immer wieder viel Freizeit, um tolle Dinge zu unternehmen.

Heute waren wir am Bloubergstrand an der Big Bay. Wenn man dort auf die Dünen zuläuft, könnte man meinen es sei Schnee, wunderschöner weißer Sand, der Blick auf den Tafelberg und dazu gab es heute einen traumhaften Sonnenuntergang! Wir haben zugeschaut wie die Sonne über Robben Island untergeht. Sowas löst unglaubliche Glücksgefühle aus, diese Momente sind es, die mich immer wieder sagen lassen:"Wow, mir geht es sowas von gut hier!"

Es gibt aber auch Momente mit den Kids, die einen das sagen lassen. Vorgestern haben wir einem sehr depressiven Mädchen hier eine riesen Freude gemacht und das mit ein paar Kulis und Ohrringen. Sie schreibt Tagebuch und war so traurig, dass sie keinen Kuli mehr hatte und sie hatte nur einen Ohrring, den sie immer vom einen Ohrloch in das andere gesteckt hat, damit sie nicht zuwachsen. Und als wir ihr die Kulis und die Ohrringe geschenkt haben, hat sie so gestrahlt, es war toll sie so zu sehen. :-)

Für heute war es das. Bis bald... (Bilder vom Strand werden noch folgen)

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