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Montag, 28. Januar 2013

Ein Monat Südafrika!

Hallo aus Südafrika,

damit euch mein Blog nicht zu langweilig wird, schreibe ich euch mal wieder was.
Ich unterteile meinen Bericht mal in Arbeit und Vergnügen, wie es sich gehört, erst die Arbeit und dann das Vergnügen. ;-)

Arbeit:
Meine letzte Nacht der Longweek mit 5 Nächten und einigen Meetings tagsüber ist geschafft. Diese Woche habe ich Shortweek mit nur 2 Nächten - es lebe die Shortweek! ;-) Nun kommt etwas, das nicht nur Arbeit war, sondern auch Vergnügen. Ich hatte Toy Library mit einem der Kids, das Kind bekommt dann eine halbe Stunde Einzelaufmerksamkeit. Man macht Übungen und Spiele mit dem Kind, wir haben gleich 1 1/2 Stunden gespielt und es hat echt Spaß gemacht.

Vergnügen:
Diese Woche war ich garnicht soviel unterwegs und doch gibt es einiges zu berichten.
Ich war öfters mal bei den Kindern, einfach zum Vergnügen, ganz ohne arbeiten zu müssen.
Einmal wollte ich nur schnell zur Post - aber Pustekuchen, bin bei den Kids hängengeblieben. Eines der kleinen Mädels ist auf meinem Schoß eingeschlafen, währenddessen hat mir ein anderes Mädel die Haare geflochten. Für eine 4-jährige hat sie das gar nicht mal so übel gemacht (vielleicht lade ich noch ein Bild davon hoch :-D) Beim nächsten Besuch haben sich gleich drei der Mädels an meinen Haaren zu schaffen gemacht, zwei haben fleißig geflochten und die Dritte hat das Werk direkt wieder zerstört. Eines der Mädels hat sich dann noch meine Sonnenbrille geklaut und hat Top Model damit gespielt, das war ein Bild für die Götter! Mein Toy Library- Kind kam zu mir und hat mich gleich gefragt:"Aunty, when can we do this again?" Das hat mich sehr gefreut!

Aber ich war nicht nur bei den Kindern, sondern habe auch etwas unternommen. Ich bin diese Woche mal wieder in den Genuss gekommen Minibus-Taxi und Zug zu fahren. Das erste Ziel war Cape Town. Kati und ein Freund, der sie besucht, mussten dort ihr Mietauto holen, Sebastian, Clara und ich haben sie begleitet. Während die beiden das Auto geholt haben, haben wir vor einem Laden auf sie gewartet. Als wir da so standen, kam ein älterer, aidskranker mittel- und zahnloser Mann zu uns und hat uns gebeten Brot und Milch für ihn zu kaufen. Und ihr könnt euch schon denken was ich gemacht habe... Ich bin mit dem Mann in den Laden und habe ihm Brot und Milch gekauft. Er war so dankbar, das hat er dann mit einem Lächeln auf dem Gesicht, den Worten "God bless you" und zahlreichen Handküssen zum Ausdruck gebracht. Aber bevor noch mehr gekommen wären und ich arm geworden wäre und den halben Laden aufgekauft hätte, haben wir dann doch lieber die Straßenseite gewechselt. Als Kati und Markus das Auto hatten, ging es für uns über den Chapmans Peak (http://www.kapstadt.de/reisefuehrer/atlantikkueste/chapmans-peak-drive/) Richtung Simons Town, dort haben Clara, Sebastian und ich den Pinguin-Weg zu den Buchten genommen, für Kati und Markus ging es weiter zum Cape. Wir hatten einen schönen Tag am Strand, die Sonne hat tierisch geknallt (mein Rücken war danach krebsrot) und wir hatten den herrlich blauen Ozean zur Abkühlung. Da so ein Strandtag hungrig macht, waren wir danach noch alle zusammen essen. Alles in Allem - ein lekker Tag. ;-)

Gestern ging es dann vor der Nachtschicht mit 3 Autos zur Big Bay, um den Sonnenuntergang zu sehen und Cocktails im Moyo (http://www.moyo.co.za/restaurant-moyo-blouberg/map.aspx) zu schlürfen. Es war toll, da wir in so einer großen Gruppe unterwegs waren, leider musste ein Auto mit den Nachtschichtleuten früher zurück, aber für den Sonnenuntergang am Strand und einen Cocktail im Moyo hat es gereicht. Der Sonnenuntergang war traumhaft und dazu war es sehr windig, man konnte sich gegen den Wind lehnen ohne umzufallen. ;-)

Der Rückweg war leicht abenteuerlich, da wir bangen mussten, ob uns der Sprit ausreicht und der Weg führt mitten durch einen Township...aber wir sind heil in Durbanville und pünktlich zur Nachtschicht angekommen.

Ich lasse die Tage noch ein paar Fotos folgen.

Ach, wundert euch bitte nicht, dass ich so unpersönlich über die Kinder schreibe und von der Arbeit nur so oberflächlich berichte, aber man darf weder Bilder noch Namen der Kinder veröffentlichen und man soll auch nicht so ausführlich über das DCH berichten. Da möchte ich mich gerne dran halten.

Sonnige Grüße an meine Lieben daheim!




Eure Maria



Sonntag, 20. Januar 2013

Seit 3 Wochen bin ich nun hier...

Hallo ihr Lieben,

es ist mal wieder an der Zeit euch ein bisschen was zu berichten.
Mir geht es nach wie vor sehr gut hier. Ich genieße Südafrika und die Sonne! :-)

Ist schon eine große Umstellung, das Leben hier, die Arbeit...
Die Nachtschichten für die letzte Woche habe ich hinter mir, 5 weitere folgen nun in dieser Woche. Man verbringt die Nächte im Flur und ist mit den Kids alleine im Haus. Ich habe Haus 1/2 abbekommen, das sind die ältesten Mädels, die zudem auch sehr schwierig sein können. Aber bisher komme ich gut mit ihnen klar.

Meine Freizeit versuche ich so gut zu nutzen, wie es nur geht. Von daher kann ich euch auch wieder einiges erzählen...

Am Montag waren wir im Botanical Garden in Kirstenbosh, dort hat man einen traumhaften Blick. Sonntags finden hier immer Konzerte statt, natürlich müssen wir unbedingt nochmal zu einem Konzert dahin.

Dienstags war ich trotz freiem Tag bei den Kids, aber bei den mittleren, einfach zu Besuch. Ein Mädchen ist neu im Haus, an diesem Tag sind alle gegen sie gegangen, sie war so traurig, hat so sehr geweint und wollte sogar abhauen...sowas bricht einem das Herz.

Am Mittwoch habe ich meinen Geldbeutel beim Shoppen etwas erleichtert. Wir waren im Tyger Valley und es gab einfach zu viele schöne Sachen. Und schließlich standen 2 Nachtschichten bevor, da braucht man ja etwas Motivation. ;-)

Die Motivation hat prima funktioniert und ich habe die Nachtschicht gut rumbekommen, die Mädels waren relativ ruhig und kamen am Morgen alle pünktlich aus dem Bett, schließlich stand der erste Schultag nach den Ferien bevor. Ein "Good morning, time to wake up" für jedes Zimmer war ausreichend.

Auch die 2. Nachtschicht brauchte eine Motivation. Also ab zum Strand. Es war allerdings so windig am Bloubergstrand, dass man das Gefühl hatte von einem Sandstrahler angestrahlt zu werden, das tat richtig weh. Perfektes Wetter aber für die Wind- und Kitesurfer, davon waren einige auf dem Meer und der Tafelberg war in ein Tischtuch aus Wolken gehüllt. So schön der Strand auch ist, war es kaum auszuhalten. Aber das heißt nicht, dass wir den Tag nicht noch genutzt haben. Also sind wir ins Moyos, das ist eine Bar an der Strandpromenade. Total toll gemacht, ein Teil der Bestuhlung besteht aus Surfbrett-Tischen und -Bänken über einem Wasserbecken, die Füße baumeln im Wasser, wenn man darauf sitzt. Natürlich haben wir uns einen dieser Tische gesichert. :-)

Gut gelaunt ging es dann in die nächste Nachtschicht. Eines der Mädels war nicht da, also war ich darauf vorbereitet, dass sie irgendwann in der Nacht zurückkommt und das vielleicht nicht ganz nüchtern. Dem war auch so, aber sie war ruhig und hat niemanden geweckt...aber am Morgen wollte sie sich dann nicht ganz so einfach für die Schule wecken lassen.

Am Freitag habe ich mir dann doch mal eine Pause gegönnt und nicht viel gemacht außer schlafen und die Sonne genießen. War auch gut so, denn am Samstag war volles Programm angesagt. Ich war mal wieder im Tyger Valley, aber nur als Begleitung (okay, ne Kleinigkeit habe ich mir dann doch gegönnt) und danach ging es direkt an den Strand. Dieses Mal Clifton....es war ziemlich heiß und das Wasser dafür tierisch kalt, aber egal, Augen zu und durch. ;-) Wir hatten einen tollen Tag am Strand, den wir dann bei ein paar Cocktails am Abend im Bossa Nova haben ausklingen lassen.

Und nach der tollen Woche musste einfach noch ein Highlight für den letzten Tag der Woche her! Wir waren im Mzolis in Guguletu (ein Township nahe Kapstadt). Es war sehr eindrucksvoll...die Gegend, die Leute, die Lebendigkeit dort. Man kauft sich sein Fleisch in einer "Metzgerei" und lässt es sich dann vom Braai-Master grillen, danach wird man rausgeführt zu einer überdachten Fläche, voll von Menschen und ein DJ spielt laute Musik. Die Leute essen, tanzen und haben Spaß. Wir hatten Boereworse, Pap und Chakalaka. Besteck gab es keines, wer braucht schon Knigge, hat mit den Fingern hat es gleich doppelt gut geschmeckt. ;-) Das Essen war echt sehr, sehr lecker! Danach gab es ebenso leckere Cocktails, und ohne zu tanzen konnten wir einfach nicht gehen - also mitten in die Menge und den Bobbes geschwungen. ;-) Hier wird das Feeling des Mzolis ganz gut beschrieben:

http://kapstadtreporter.de/lifestyle/fleisch-fur-die-massen-–-das-phanomen-mzolis/

Mal sehen, was die nächste Woche bringt. ;-)









Sonntag, 13. Januar 2013

Zwischen Kinderheim und Strand...

Hallo ihr Daheimgebliebenen,

meine erste Dayshift. Ich war bei den kleinen Kids, das hieß heute für mich Windeln wechseln, den Kids beim Anziehen helfen, Frühstück vorbereiten, schauen, dass alle essen, danach haben wir die Taschen der Kinder gepackt und das Haus in Ordnung gebracht, da die Ferien nun rum sind und alle wieder in die regulären Häuser ziehen. Danach war ich draußen mit den Kids spielen, es war sehr heiß heute und die Kinder durften zwischendurch in den Pool (die Kleinen und die Großen), dabei haben wir sie beaufsichtigt. Nach dem Planschen im Pool gab es Essen für die Kinder, danach sahen wir Volontäre gut aus, ohne selbst etwas gegessen zu haben. :-D Im Anschluss durften sie wieder draußen spielen. Das hat den Kids und auch mir Spaß gemacht. ;-)

Gerade die Kleineren suchen so nach Zuwendung, ständig wird man gedrückt und geküsst von den Kids. Mit den Großen komme ich bisher auch gut klar.
Die Kinder nennen uns Volontäre übrigens Aunty und Uncle.

Leider ist nicht immer alles Friede, Freude Eierkuchen. Drogen und Prostitution sind ein Problem bei den großen Mädels, oft hauen sie ab. Und manchmal passieren nicht ganz so schöne Sachen. Gestern zum Beispiel haben 3 der mittleren Jungs aus Spaß ein Huhn zu Tode gequält. Aber hinter den Kids stecken oft sehr tragische Geschichten und hier bekommen sie ein Heim, die Möglichkeit zur Schule zu gehen und verschiedene Therapien, dazu werden viele Aktivitäten geboten. Klar darf man die Standards nicht mit Deutschland vergleichen, aber ihnen geht es gut hier.

Neben der Arbeit haben wir doch auch immer wieder viel Freizeit, um tolle Dinge zu unternehmen.

Heute waren wir am Bloubergstrand an der Big Bay. Wenn man dort auf die Dünen zuläuft, könnte man meinen es sei Schnee, wunderschöner weißer Sand, der Blick auf den Tafelberg und dazu gab es heute einen traumhaften Sonnenuntergang! Wir haben zugeschaut wie die Sonne über Robben Island untergeht. Sowas löst unglaubliche Glücksgefühle aus, diese Momente sind es, die mich immer wieder sagen lassen:"Wow, mir geht es sowas von gut hier!"

Es gibt aber auch Momente mit den Kids, die einen das sagen lassen. Vorgestern haben wir einem sehr depressiven Mädchen hier eine riesen Freude gemacht und das mit ein paar Kulis und Ohrringen. Sie schreibt Tagebuch und war so traurig, dass sie keinen Kuli mehr hatte und sie hatte nur einen Ohrring, den sie immer vom einen Ohrloch in das andere gesteckt hat, damit sie nicht zuwachsen. Und als wir ihr die Kulis und die Ohrringe geschenkt haben, hat sie so gestrahlt, es war toll sie so zu sehen. :-)

Für heute war es das. Bis bald... (Bilder vom Strand werden noch folgen)

Freitag, 11. Januar 2013

Nachtschicht, Nachtschicht, Nachtschicht....

So, der Plan für die nächsten Wochen ist draußen. Nächste Woche habe ich Shortweek mit 2 Nächten und die Woche darauf Longweek mit 5 Nächten, das wird ein Spaß. ;-) Dann sind auch alle Kinder wieder aus den Ferien da und es wird lauter im DCH.

Man gewöhnt sich so schnell an das neue Leben und die neue Kultur.

Man läuft hier durch die Straßen und alles sitzt voller Leute am Straßenrand, man weiß mittlerweile, dass es nix bringt die Fußgängerampel zu drücken, da sie eh nur 2 Sekunden lang grün bleibt. Die Minibus-Taxi-Regeln waren ganz schnell verinnerlicht (habe ich bereits in einem vorherigen Post erklärt ;-)), man geht nie alleine auf eine öffentliche Toilette und man lernt auf seine Umgebung zu achten und wo man sich wann und wie sicher aufhalten kann. Nur an die Schichtarbeit muss ich mich noch gewöhnen, aber das wird auch noch. ;-)

Ansonsten ist es wirklich krass die Kluft zwischen arm und reich zu sehen. Wenn man die Townships hier sieht und im Gegenzug die reichen Gegenden. Letzte Woche ist ein Township in der Nähe niedergebrannt und 4.000 Menschen haben dabei ihr Zuhause verloren. Sowas stimmt einen schon traurig, wie auch die Geschichten der Kinder hier im DCH.

Aber keine Sorge, mir geht es immernoch gut und ich genieße meinen Aufenthalt hier sehr. Denn neben den traurigen Geschichten hat dieses Land so viel Naturschönheit zu bieten. :-)

Ganz viele liebe Grüße an meine Lieben daheim. :-*



Donnerstag, 10. Januar 2013

Simon's Town

So, heute habe ich mal wieder was zu schreiben. 3 Nachtschichten habe ich erfolgreich hinter mich gebracht, nun erst wieder am Sonntag arbeiten.

Den freien Tag heute haben wir für einen Ausflug nach Simon's Town genutzt, um dort die Pinguine zu besuchen und haben dabei noch eine traumhafte Bucht entdeckt, die wir ganz für uns hatten.

Die Pinguine sind so niedlich und die Bucht war einfach nur toll. Das Wasser war echt warm, wir sind auf den Felsen geklettert und haben Muscheln gesammelt.

Es geht mir so großartig hier, da wir die freien Tage immer mit tollen Unternehmungen füllen und ich nette Menschen um mich herum habe.

Eure Maria <3















Montag, 7. Januar 2013

Die erste Woche in Südafrika

Die erste Woche in Afrika ist nun rum und das ging unglaublich schnell, glaubt mir, ich bin schneller zurück, als euch lieb ist. ;-)

Gestern hatte ich den bisher tollsten Tag in Südafrika. Kati und ich haben uns tapfer und wagemutig alleine auf den Weg zum Cape of good Hope gemacht...in einem fremden Land, ganz ohne das so beliebte Hilfsmittel "Navi". Und ich kann euch sagen, unser Wagemut hat sich gelohnt! Der Weg entlang der Küste über Muizenberg mit dem Strand mit den bunten Strandhäusern, Fish Hoek und Simonstown mit dem Pinguinstrand, hier wird man mit Schildern gewarnt, dass Pinguine und -Achtung- auch Golfer die Straße überqueren könnten. Alleine auf dem Weg zum Cape hatte man eine tolle Aussicht auf Meer, Berge und Felsen. Und dann haben wir tatsächlich unser Ziel erreicht, den "Table Mountain National Park". Der Weg durch den Park führt durch die Berge zu den Küsten und einigen Buchten. Unsere erstes Ziel war Cape Point, der südlichste Punkt Südafrikas. Zum Cape Point führen steile Wege, die gesäumt sind von Schildern, die vor den gefährlichen "Baboons" (Paviane) warnen, hat man den Weg ohne Pavianangriffe überstanden (uns ist zumindest hier keiner begegnet), bekommt man eine wahnsinns Aussicht geboten, auch wenn es hier ziemlich bewölkt war und man sicher weniger gesehen hat als bei blauem Himmel. Man hat einen ersten Ausblick auf das Cape of good Hope, steile Klippen , den Diaries Beach und den Ozean und wir haben Dassies gesehen, (dann schmeißt mal eure Suchmaschinen an und schaut was Dassies sind ;-)) sehr putzig die Kleinen.

Unser zweiter Stopp führte uns zum Cape of good Hope. Meiner Meinung nach ein unglaublich toller Ort. Eine steife Brise weht einem um die Ohren, gewaltige Wellen tosen, da hier 2 Ozeane aufeinander treffen und wieder Klippen und Felsen. Die Aussicht war atemberaubend, deshalb haben wir am Felsstrand vom Cape auch unser Picknick gemacht und dabei den Wellen zugesehen, wie sie an den Felsen brechen. Inzwischen war auch der Himmel wieder blau und die Sonne hat ihr bestes gegeben und mit uns um die Wette gestrahlt. ;-)

Auf unserem Weg zur Buffels Bay haben wir 2 ungeplante Stopps eingelegt, einen für einen Baboon, den wir neben der Straße entdeckt haben und den zweiten Stopp für eine kleine Herde Zebras, die unweit unseres Weges zu sehen waren. An der Buffels Bay angelangt, haben wir zuerst die Schuhe ausgezogen, um den Sand unter unseren Füßen zu spüren...wie ich es liebe. :-) Und dann ab mit den Füßen ins Meer, das kam bei der Hitze gerade recht. Der Sand war voller "Sandhoppers", bin ich erschrocken, als ich die entdeckt habe.

Leider hatten wir nicht ewig Zeit, da das Auto später noch von anderen Volunteers gebraucht wurde. Aber für alles was wir gesehen haben, hat sich der Ausflug aber echt gelohnt. Auf dem Rückweg wollten wir noch in Simonstown am Pinguinstrand Halt machen, leider war es so überfüllt und unmöglich einen Parkplatz zu finden, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wir werden es nochmal versuchen. ;-)

Und dann war es so weit, die erste Nightshift von 21:00 - 07:00 Uhr, ich war in Haus 10 bei den kleinen Kids, da gibt es nicht viel zu tun, so lange die Kinder brav sind. Nur um 00:00 Uhr und um 04:00 Uhr musste ich den Kleinsten wecken und ihm die Windeln wechseln. Ansonsten war es sehr ruhig und langweilig, zum Glück erlaubt diese Nighshiftleaderin zu schlafen. Wirklich schlafen kann man da nicht, aber immerhin etwas dösen. Bei manchen Nightshiftleadern ist das nicht erlaubt. Wir dürften heute Morgen auch etwas früher gehen, aber ich musste noch warten bis das Küchenpersonal da war, da ich die daily und weekly Order zu machen hatte. Wirklich viel geschlafen habe ich nach der Nachtschicht nicht, aber im Moment bin ich fit. Mal sehen wie die 2. wird.

Das Resümee nach der ersten Woche in Südafrika - es ist toll und ich bin froh diesen Schritt gewagt zu haben.

Eure Maria










Freitag, 4. Januar 2013

Morgen beginnt der Arbeitsalltag

Etwas aufgeregt bin ich ja schon, wir "Neuen" haben schon viel von den anderen erzählt bekommen. Der Anfang ist wohl nie einfach und es dauert ein paar Tage bis man mit den älteren Kindern (sie versuchen einen am Anfang extrem auszutesten) und der Arbeit im Heim klarkommt. Ich bin sehr gespannt was ich euch nach meinem ersten Arbeitstag bzw. der ersten Arbeitsnacht zu berichten habe.

Wir kennen auch schon einige Geschichten der Kinder, das sind oft sehr traurige und heftige Geschichten. Die meisten der kleineren Kinder suchen total nach Zuwendung. Gestern hatte ich zwei der kleinen gleichzeitig auf dem Arm und ein drittes Kind hat mich dabei umarmt. Und ihr könnt euch nicht vorstellen wie fest die kleinen einen drücken. Leider muss man da aufpassen, da die Kinder sich nicht zu sehr an uns Volunteers gewöhnen, da wir nur auf Zeit hier sind.

Die letzten Tage haben wir noch etwas Durbanville erkundet, vorgestern waren wir im Bossa Nova, da habe ich einen Mojito für umgerechnet 2,80 € getrunken, echt günstig. Gestern hatte ich einen faulen Tag in der Sonne, aber nach den ersten aufregenden Tagen tat das sehr gut.

An die Umgebung und die Leute habe ich mich echt sehr schnell gewöhnt, an das tolle Wetter sowieso. ;-)

Wir sind auch schon fleißig am Planen für die freien Tage, wir wollen so viel machen...Safari, den Tafelberg besteigen, die Strände sehen, den Sonnenuntergang vom Signal Hill aus beobachten und und und...

Noch etwas Positives! Seit 2 Tagen bin ich keiner Kakerlake begegnet! ;-)

Bis Montag dann, wenn ich die erste Nachtschicht hinter mir habe, außer ich habe vorher schon was interessantes zu berichten. ;-)

Eure Maria

Donnerstag, 3. Januar 2013

Die ersten Tage in der neuen Heimat auf Zeit

Hallo aus South Africa!

Die Flüge habe ich gut überstanden, mein Koffer kam mit mir an und mein Fahrer hat am Flughafen auf mich gewartet. Ich war so müde nach der ganzen Aufregung, aber hier angekommen, wurde die Aufregung nicht weniger. Wir sind durch ein sehr armes Viertel gefahren, überall Müll, zerfallene Häuser und Hütten. War schon krass das so zu sehen.

Im Heim angekommen, gab es keinen Schlüssel für mein Zimmer und ich wurde erstmal in einem der Aufenthaltsräume geparkt, die anderen Volunteers haben noch geschlafen, aber nach und nach kamen sie, von der Silvesternacht noch mitgenommen, aus den Zimmern. Es haben sich so viele vorgestellt, dass nicht mal ich mir die Namen merken konnte, wo ich doch eigentlich echt gut darin bin. ;-) Ein paar Kinder habe ich auch schon gesehen, aber die meisten haben Ferien und sind nicht da.

Nach Stunden warten, kam ich in ein Ersatzzimmer für die erste Nacht. Als Kati ankam, haben wir von ein paar anderen Durbanville gezeigt bekommen und abends waren wir im Biergarten .Wir wurden sehr nett empfangen. :-)

Gestern waren wir mit Zug und Minibus-Taxi in Cape Town, es war aufregend und schön! Minibus-Taxi fahren ist gewöhnungsbedürftig. Ein alter, klappriger Bus, der überall hält und jeder rein und raus kann. Mann muss nur laut schreien, wo man raus will, der Bus wird sehr vollgestopft und die Fahrer haben einen wilden Fahrstil. Man sollte nie vorne sitzen, denn der, der vorne sitzt ist für das Geld verantwortlich und muss alles einsammeln und die Differenz zahlen, falls was fehlt.

In Cape Town war Karneval, also ein bunter Umzug mit verschiedenen Gruppen, das war allerdings sehr zäh, da zwischen den Gruppen teilweise 2 Stunden nix kam.

Man muss hier einfach viele Sicherheitsmaßnahmen beachten, dann ist es kein Thema hier was zu unternehmen. Wir dürfen nur in Gruppen raus und man sollte zurück sein, bevor es dunkel ist, wobei wir hier in Durbanville auch abends in Gruppen ausgehen.

Das Heim ist sehr groß, es gibt verschiedene Häuser für die Kinder und die Volunteers. Es gibt 3 Aufenthaltsräume für uns (inkl. Küche). Essen bekommen wir einmal am Tag und ansonsten bekommen wir viele Donations, das sind Essenspenden.

An die Sauberkeit muss man sich noch gewöhnen, an die Kakerlaken und den Joghurtbecher als "Duschbrause" auch. ;-)

Hier ist es übrigens sehr warm und den ersten Sonnenbrand habe ich mir auch schon geholt.

Aber mir geht es sehr gut, man ist nie alleine, da hier 35 Volunteers sind und alle sind sehr nett. Man unternimmt viel zusammen.

Mein erster Arbeitstag ist der 06.01., dann habe ich 3 Nachtschichten am Stück, ich bin gespannt.

Das sind meine ersten Eindrücke.

Liebe Grüße in die Heimat, eure Maria