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Samstag, 23. März 2013

The final Countdown

Der Countdown läuft, meine letzten Tage...

...mit den Kindern, die mir unheimlich ans Herz gewachsen sind.

...mit den tollen Freunden, die ich hier gewonnen habe.

...in diesem wunderschönen und vielfältigen Land.

...um meinen BH als Tasche zu verwenden (erstaunlich was man darin alles verstauen kann. Geld, Schlüssel, Ausweis, Kreditkarte, Handy - passt auch alles gleichzeitig rein;-)).

...an denen ich mich darüber ärgere, dass das Gemüse gezuckert und die Milch in unpraktischen Tüten ist.

...an denen ich einen 500 ml Joghurtbecher als Duschbrause verwenden werde. :-D Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr ich mich auf eine richtige Dusche freue! Während der letzten Tage im Urlaub habe ich mich tierisch über die ersten normalen Duschen in diesem Jahr gefreut, meine ersten Worte im Backpackers waren:"Oh mein Gott, wir haben eine Dusche, eine richtige Dusche! Ich bin dann mal duschen!" ;-)

...ohne jegliche Privatsphäre. Werde mich erst wieder daran gewöhnen müssen alleine zu schlafen, alleine vor die Tür gehen zu können, mir die Küche und das Bad nicht mehr mit 14 Leuten teilen zu müssen.

Ich liebe mein Leben in Südafrika und werde es mit allem was dazu gehört unglaublich vermissen! Ich kann mir noch gar nicht richtig vorstellen zu gehen und ich weiß schon jetzt, dass unheimlich viele Tränen fließen werden. Aber neben der großen Panik vor dem Abschied gibt es die Vorfreude auf daheim...Familie, Freunde, Dusche, mein eigenes Bett, Gemüse, das nicht gezuckert ist und vieles mehr. ;-)

Aber nun genug davon...zurück zum Sportsday, ich hatte euch doch gebeten ganz feste die Daumen zu drücken für das DCH, was war da los?! ;-) Leider haben wir nicht gewonnen, aber ein tollen Tag hatten wir trotzdem! Die Sonne hat gelacht und es war toll zu sehen, wie sich die Kinder gegenseitig unterstützt, motiviert und angefeuert haben. Nach den sportlichen Wettkämpfen haben sich die Kids noch eine Dance Battle vom Feinsten geliefert - einfach genial! Und zum krönenden Abschluss gab es einen "LEKKER BRAAI" (es wurde gegrillt).

Montags hieß es für Kati und mich dann Uuuuuuurlaaaaaaauuuuub! :-) (10.-20.03.)
Wir haben den BazBus genommen, das ist ein "Hopp-on-Hopp-off-Bus" Wir hatten ein Ticket von Cape Town bis nach Port Elizabeth, man kann auf dieser Strecke beliebig oft ab- und wieder aufspringen, der Bus bringt einen direkt zu den gewünschten Backpackers. Wir hatten auch einen Plan, wo wir überall Halt machen wollten, den wir aber während des Urlaubs immer wieder spontan geändert haben - einfach herrlich! :-)

Es fing auch herrlich an, da wir auf dem Weg zum Bus mitten im Stau der Rush Hour nach Cape Town steckten und zu spät waren, aber der Bus hat erst alle anderen Leute in Cape Town eingesammelt und am Ende uns, so dass wir trotz Verspätung noch mit konnten. So, nun sitzen mit leichter Verspätung alle Mann im Bus - Vorfreude, gleich geht es los - da bricht dem Fahrer beim Schließen der Tür der Türgriff ab. Oh happy Day, wir fahren alle nochmal zu einer der vorherigen Stationen und wechseln den Bus - umsteigen bitte! Also wieder zurück, Passagiere und Gepäck im neuen Bus verstauen und schnell los, da wir schon in Verzug waren. Die erste Rast an einer Tankstelle im Nirgendwo, alle wieder in den Bus und weiter geht's...wir sind schon ein gutes Stück gefahren, da kommt plötzlich die Nachricht, dass jemand an der Tankstelle vergessen wurde...also wieder zurück...ein gelungener Start! :-D

Was so anfängt, kann nur besser werden und das wurde es auch.

Unser erster Halt war Oudtshoorn (bekannt für seine unzähligen Straußenfarmen), allein der Weg dorthin war unglaublich, es ging über enge Bergpässe mit unglaublicher Aussicht. Nach einer langen Fahrt kamen wir übermüdet im Backpackers an...das Backpackers Paradise war richtig schön und im kompletten Dorm (Mehrbettzimmer à la Jugendherberge) war niemand außer uns - ein Traum! Am Abend gab es Braai mit Straußensteak und Straußenboerewors, war verdammt gut. Zum Frühstück gab es dann Straußenei, danach ging es in die Cango Caves und auf eine Straußenfarm, dort haben wir die Straußen auch gefüttert, das war eine Überwindung und danach hatte man das Straußenfutter überall, aber es war lustig. Nach unserem Programm ging es weiter mit dem Shuttle nach George, dort ging es dann mit dem BazBus zum nächsten Ort...Wilderness stand auf dem Programm.

Dieses Mal waren wir nicht alleine im Dorm, aber wir haben viele Leute aus dem BazBus vom Tag zuvor wiedergetroffen und unserer Zimmer hatte einen Balkon mit Blick auf den Strand und das Meer, man wurde abends (oder eher nachts ;-)) vom Meeresrauschen in den Schlaf gewogen und morgens wieder vom Meeresrauschen geweckt - dann erstmal raus auf den Balkon und eine Brise Meeresluft schnuppern - was will man mehr?! Wir haben tolle Leute kennengelernt, hatten lustige Abende/Nächte im Beachhouse Backpackers, im Cocomo oder am Strand. Tagsüber stand relaxen am Strand auf dem Tagesplan und ein Spaziergang über stillgelegte Bahngleise zu Leuten, die sich in einer Höhle ein Zuhause aufgebaut haben und dort seit 7 Jahren leben - sehr schräg und doch beeindruckend. Wilderness war definitiv einer der Höhepunkte unserer Reise.

Weiter ging es nun Richtung The Crags/Naturevalley, auf dem Weg sind wir vielen Affen begegnet. Unser Backpackers lag mitten im Wald - irgendwo im Nirgendwo. Ein sehr alternatives Backpackers (Hippies are welcome ;-)) und viele schräge Vögel (und damit sind nicht die Tiere mit den Federn gemeint - nein - ein paar ganz sonderbar, spezielle Exemplare unserer Art ;-)). Der Ort war, wie die Menschen dort, ganz speziell und das dieses Mal im positiven Sinne. Man hatte einen herrlichen Ausblick über Wälder und Berge und unweit des Backpackers gab es kleinen Seen und Wasserfälle. Solltet ihr jemals dorthin kommen - der Weg ist nicht FlipFlop geeignet, Barfuß oder eine Kombination aus beidem ist auch nicht zu empfehlen (festes Schuhwerk wäre angebracht...gewesen ;-)) Vor der FlipFlop-/Barfußtour durch den Wald war ich die Affen besuchen - I love Affen. <3 Wir haben uns spontan entschieden bloß eine Nacht dort zu bleiben und dafür eine Nacht in Stormsriver einzubauen.

Stormsriver ist ein kleines, verschlafenes Örtchen mit atemberaubender Natur rundherum (http://de.wikipedia.org/wiki/Tsitsikamma-Nationalpark ). Das Backpackers war prima, das Wetter leider nicht ganz so. Aber egal, mit Regenjacke bewaffnet ging es auf zu einer Off-Road Segway Tour, hat richtig Spaß gemacht...bis auf einen kleinen Fauxpas, der schöne bunte Beine beschert hat, sie Strahlen auch heute noch in lila, rot, blau und grün (Typisch tollpatschig). ;-)

Unser Weg führte uns weiter nach Jeffreys Bay, hier tummeln sich eine Menge Surfer. Unser Backpackers lag direkt am Strand und war super cool. Wir hatten ein eigenes, kleines Apartment mit 2 Zimmern, Wohn-/Essbereich und Bad. In einem Zimmer waren 2 sehr nette Israelis, unser Zimmer haben wir uns mit einem Holländer geteilt und Wohnbereich war noch ein Bett, in dem ein Südafrikanischer Surfer geschlafen hat. Wir hatten prima Mitbewohner. :-) Gleich am ersten Abend sind wir mit dem Besitzer des Backpackers, einem seiner Angestellten, dem Holländer und dem Surfer feiern gegangen. Ein super lustiger Abend in schrägen Läden. Am nächsten Tag hieß es einfach nur relaxen und am Strand liegen. Am Abend gab es Braai im Backpackers, prima waren die Vorbereitungen dafür in unserem Apartment - die Männer alle in der Küche und Kati und ich auf dem Sofa. :-D Später haben wir noch zusammen einen richtig schlechten Film geschaut. Auch am nächsten Tag ging es zum Strand, aber nicht zum Rumgammeln, sondern zum Spaziergang Richtung Innenstadt mit günstigen Geschäften, ausgehungert von dem harten Geschäfte-Hopping gab es am Abend lecker Essen mit allen anderen zusammen. Der letzte Morgen war toll, Frühstück am Strand mit ganz vielen Delfinen, wir haben den letzten Tag einfach den Strand mit den unzähligen Delfinen genossen, denn nachts ging es zurück nach Cape Town...viele Stunden Busfahrt. Wir waren wie immer spontan und haben PE gestrichen und sind dafür länger in J-Bay, weil es uns da so gut gefallen hat.

Und es war ein "schön wieder daheim zu sein" nach dem Urlaub, als wir wieder im Kinderheim angekommen sind, wir haben unsere Freunde hier und die Kinder echt vermisst. Das erste was ich gemacht habe - raus zu den Kindern! Wie soll das nur werden, wenn ich mich richtig verabschieden muss?!

Am Freitag waren wir in Muizenberg am Strand, im Anschluss an der Waterfront was essen und danach zum Sonnenuntergang auf dem Signal Hill - ein wunderschöner Tag! An diesem Abend hatten die Großen ein '"Stay awake", ich musste zwar nicht arbeiten, war aber trotzdem da. Es wurde getanzt und gelacht und am Ende Filme geschaut, war sehr cool.

Am Samstag waren wir nochmal auf dem Neigbourgoods Market in Woodstock - die Devise lautete: Eeeeeessssseeeeeeeen ;-) Da gibt es aber auch einfach zu viele leckere Sachen.

Ratet mal was ich danach gemacht habe?! Ja, raus zu den Kids...die Zeit nutzen, die mir noch mit ihnen bleibt. Furchtbar sind diese Fragen:"Wann gehst du nochmal? Und wann kommst du wieder?" Und dann erkläre mal, dass du so schnell nicht wiederkommen kannst. :-( Am liebsten würde ich sie alle mitbringen!

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